Törn 2009 a
Nach intensiven Vorbereitungen geht es bald los.
Angereist mit dem WoMo gibt es dann viel zu tun 
Unterwasserschiff streichen
Schiff ins Wasser kranen lassen. Schiff einräumen (Navigationsmittel, Wäsche, Kleidung, Lebensmittel …. )
Viele Seekarten kaufen, studieren und Route planen.
Samstag, 6.Juni 2009
Mast legen lassen in Sneek, denn wir müssen unter Brücken und durch Tunnels fahren. Das geht nur mit einer Gesamthöhe von 3.40m.
Montag, 8. Juni 2009
Er hat den Mast aufs Schiff gebaut … jetzt soll er ihn nun auch abmachen …
… noch mehr Helfer bei Masten en zo … in Sneek http://www.masten-enzo.com/
Spezialisten für das geordnete Chaos…
… und so sehen wir jetzt aus:
Freitag, 12. Juni 2009
Heimfahrt mit dem eigenen Auto, dann mit Bus, Bahn
und Leihwagen zurück zum Schiff. Jetzt kann der große Törn endlich beginnen.
Sonntag, 14. Juni 2009 Sneek - Lemmer
Verabschiedung in Lemmer von Ingrid und Lothar
http://www.boote-electronic-shop.com/

Sie waren uns in den 15 Jahren in Holland immer geduldige Berater und Helfer. Man sieht sich, vielleicht im Mittelmeer ? !
Montag, 15. Juni 2009 Lemmer - Enkhuizen
Fahrt nach Enkhuizen, Einkehr im Ankertje 
Dienstag, 16. Juni 2009 Enkhuizen - Volendam
… ade Pferd … 
Mittwoch, 17. Juni 2009 Volendam - Amsterdam - Weesp
Fahrt nach Amsterdam … nach der Schleuse gleich links in den
Amsterdam-Rijn-Kanaal 
… viele große Schiffe sind mit uns unterwegs … ziemlich starker Wellengang
… nach 1 Stunde Fahrt können wir uns im kleinen Hafen von Weesp entspannen 
Donnerstag, 18. Juni 2009 Weesp - Tiel
Die Weiterfahrt bleibt anstrengend, doch man kann sich an die Berufsschifffahrt gewöhnen, die z.T. mit Schiffen von 130 m Länge das Fahrwasser aufwühlen.
Freitag, 19. Juni 2009 Hafentag in Tiel
Einkaufen, Wäsche waschen, Putzen …
planen der Route 
Samstag, 20. Juni 2009 Tiel - Boxmeer
Nachdem wir den rauen Waal (Mündungsarm des Rheins, Fahrt gegen die Strömung ) verlassen haben, fahren wir vom Maas-Waal-Kanaal in die ruhigere Maas … wunderbare, stille Dörfer … einfach erholsam nach den “wilden” Tagen …

Sonntag, 21. Juni 2009 Boxmeer - Venlo
Weiterfahrt auf der idyllischen Maas
… der Skipper denkt …
… die Frau lenkt …
Dieser Hafen in Venlo hat ein ordentliches WiFi und wir können den Blog endlich weiter führen. Wir hoffen, dass es im technikverrückten Frankreich mehr öffentliche Internetzugänge gibt und wir dann regelmäßiger schreiben können.
Bis bald grüßen P+S
Montag, 22. Juni 2009 Venlo - Maastricht
Lange Fahrt heute .. .Bilder vom Wegrand . 

… leichter zu lesen als in Marokko …
… es ist auch der Tag der großen Schleusen … 18 Meter Höhenunterschied werden mit einem Schleusengang überwunden …



Dienstag, 23. Juni 2009 Hafentag in Maastricht
Hubert kommt (Schulfreund aus Worms, wohnhaft bei Maastricht, Filippino im Herzen) … wir freuen uns … aber Hubert war gestern schon auf unserem Steg … hat uns aber wegen des fehlenden Mastes nicht erkannt … auch sein Handy funktionierte nicht, also konnte er uns nicht zu Hilfe rufen … ach Hubert … l m a ….
jetzt aber geht das Handy wieder ..
…… fröhliche Stunden in Maastricht …

… über Geschichten von Klaus-J. W. gelacht … … kleiner Imbiss im SOFA (schickes Bistro im Hafen) … Hubert ade ..
Mittwoch, 24. Juni 2009 Maastricht - Huy (südl. Lüttich)
Bei strahlendem Sonnenschein, jedoch teilweise recht windig, gehts weiter auf der Maas gen Süden. Die Flagge wird gewechselt, denn die nächsten Tage fahren wir durch Belgien ..
… und die Maas heißt ab jetzt Meuse …
.. Brücken von Lüttich 

… dann weniger schöne Industrieanlagen …

… aber Klöster, Burgen, Zitadellen, Schlösser und Villen sind wunderbar anzusehen.
Der Abend im Hafen von Huy ist entspannend …
…mit WiFi …
… und Bier …
Donnerstag, 25. Juni 2009 Huy - Namur
Mit viel Seitenwind und Strömung und Hilfe von freundlichen Berlinern (MY Brita) angelegt … das belgische Bier schmeckt immer noch lekkker …
Freitag, 26. Juni 2009 Namur - Dinant
heiß … heißer … am heißesten … wir freuen uns über jeden schattigen Weg … 

Samstag, 27. Juni 2009 Dinant - Givet
Weiter geht die Fahrt auf der kanalisierten Meuse … über die Grenze nach Frankreich … 
Hier bekommen wir in der ersten Schleuse eine teure Vignette, die uns die Fahrt für 4 Wochen auf den französischen Kanälen erlaubt. Zudem gibt es ein kleines gelbes Gerät, mit dem wir nun alle folgenden Schleusen elektronisch, ganz alleine, bedienen sollen. Das klappt bisher erstaunlich gut, auch wenn manche Schleusen recht hoch und das Wasser darin sich sehr wild bewegt.
… von dem Schleusenvorgang selbst haben wir keine Fotos, denn wir haben bisher immer alle Hände voll zu tun …
Sonntag, 28. Juni 2009 Givet - Laifour
Ein langer, heißer Tag
… mit 11 Schleusen und einer Fahrt durch einen Tunnel … 
… unheimlich … es ist sehr eng, dunkel, feucht, muffig, es tropft Wasser von der Decke und das Ganze etwas mehr als 500 m lang …
Montag, 29. Juni 2009 Laifour - Charleville
Heute gabs nur 5 Schleusen und einen guten Anleger bei einem Campingplatz mit allem Komfort: Duschen, Toiletten, Waschmaschine, Trockner, WiFi ……
Dienstag, 30. Juni 2009 Hafentag
Wir mussten zu unserem Leid erfahren, dass es in Frankreich an den Kanälen kaum mehr Tankstellen gibt. Die wenigen Häfen mit Dieseltankstellen sind mit unserem Tiefgang nicht zu erreichen. Deshalb musste mit Kanistern der Sprit zum Schiff geschleppt werden … ein Leihwagen hat diese schweißtreibende Arbeit etwas erleichtert … 
… und ab morgen ist Juli, liebste Ingrid … wir habens endlich gemerkt … danke
Mittwoch, 1. Juli 2009 Hafentag
Waschtag … WiFi: Bankgeschäfte, Blog …
P. hat sich bei einem großen Hopser auf den Steg, um Schiff und Kapitän zu retten, das linke Knie verdreht … shit … wird noch lange schmerzen …
Donnerstag, 2. Juli 2009 Charleville - Mouzon
Wunderschöne Meuse
… aber dann große Aufregung … wird sind auf Grund gelaufen … reine Dusseligkeit, hätten einfach besser aufpassen sollen, denn ein Wegweiser hat gewarnt … freundliche Dänen haben uns ganz sanft freigezogen … uff … der Schreck ist groß …
Freitag, 3. Juli 2009 Mouzon - Dun sur la Meuse
In einer Schleuse lesen wir
Lyon 702 km Arles 948 km … noch ein weiter Weg zum blauen Meer …
Viele Schleusen hier muss man alleine bedienen 
hier der Piepser
er hat etwa die Größe einer Zigarettenschachtel …
Samstag, 4. Juli 2009 Dun sur Meuse - Verdun
Wieder mal ein sehr heißer Tag, da lässt es sich nur mit Schirm ertragen 
Seppel erkundet Verdun, eine beeindruckende Stadt

Ein Rockkonzert am Abend auf einer riesigen Bühne am Hafen hat uns den Schlaf geraubt …
Sonntag, 5. Juni 2009 Verdun - St. Mihiel
Gleich hinter Verdun brauchten wir wieder die Hilfe eines Motorbootes, das uns aus dem “Unkraut” zieht. Der Rest der Fahrt verläuft, nach wenigen leichten Grundberührungen, recht gut. Im nächsten Hafen finden wir keinen Liegeplatz, denn die Anleger haben zu wenig Tiefgang. Auch die dort schon liegenden Holländer haben uns nicht ins Päckchen genommen. Übernachtung an einem verfallenen Silo … gruselige Umgebung …
Montag, 6. Juli 2009 St. Mihiel - Commercy
Bei zwei Schleusen haben wir die Mechanik wohl falsch bedient, so dass Alarm ausgelöst wird und wir auf Hilfe warten mussten … peinlich …
endlich gegen 15 Uhr erreichten wir einen Pier mit Direktanschluss ALDI … (Helmut häts gefreut) … hier können wir uns mit allem Nötigen, hauptsächlich Wasser, Milch, Limo, versorgen …
Seppel besorgt mit dem Fahrradtaxi Diesel
bis die Tankstelle leer ist … tatsächlich muss er heute noch 2 mal hin, denn gestern gab es tatsächlich nix mehr …
Dienstag, 7. Juli 2009 Hafentag
Haben in der Stadt tatsächlich eine CyberCafe´ … Blog, Bankgeschäfte, Emails … tut richtig gut ab und zu mal online zu sein …
Mittwoch, 8. Juli 2009 Hafentag
Donnerstag, 9. Juli 2009 Commercy - Pagny sur Meuse
Kurze, sonnige Fahrt … nur 5 Schleusen … richtig Ferien … so sehen die Anleger im Kanal aus

Freitag, 10. Juli 2009 Pagny - Toul
Unsere erste Schleusentreppe …. 12 Schleusen mit etwa 500m Abstand … elektronisch gesteuert … ein Schleusenangestellter hat uns streckenweise mit dem Mofa begleitet, da nicht alles so funktionierte, wie es sollte … trotzdem gut angekommen …
Die Gemeindearbeiter von Toul haben ein Grillfest vorbereitet … wir haben auch was abgekommen … jeder ein Steak und kühles Bier …
Samstag, 12. Juli 2009 Toul - Pagny sur Meuse
Morgens um 9 Uhr in Schleuse 26 eingefahren … hier erhalten wir die Nachricht, dass der Canal de Voges für Schiffe über 1,60m Tiefgang gesperrt ist ( wir haben 1,70m) … d.h. umkehren … Schleusentreppe von gestern wieder zurück … neue Wegstrecke: über Vitry le Francois und dem Canal de la Marne a la Saone … Umweg … aber da lässt sich nix ändern …
Es ist eine sehr interessante Fahrt wem man da alles begegnet
ein deutsches Ehepaar, das sein Schiff von Mallorca zurück nach Holland bringt …
Holländer, die ganz auf ihrem Schiff leben …
Schweden, die ihr Boot ins Mittelmeer bringen, wie wir … Engländer, die sich in Holland ein Plattbodenschiff leihen und im 10km Tempo durch Europas Känale fahren …
… Kanadier, die 10 Jahre Zeit dafür haben …
und Lotte kann leider noch nicht mit … sie ist noch viel zu klein …
Sonntag, 12. Juli 2009 Pagny - Demange aux Eaux
Wieder eine Schleusentreppe mit 12 Stufen bergauf … danach durchfahren wir den Tunnel von Mauvages … erbaut 1864 … renoviert 1922 … 4877 m lang … Durchfahrtszeit 1h 30 min … anstrengend

… beleuchtet und trotzdem finster …
Montag, 13. Juli 2009 Demange - Ligny en Barrois
Nach 21 Schleusen auf 20 km sind wir in Ligny, einem netten kleinen Städtchen, in dem wir den franz. Nationalfeiertag begehen … Essen im Cheval Blanc … 2 Pichets Rouge … einfach französisch, wie der Mensch es gerne mag …
Regen, Gewitter, bescheidenes Feuerwerk in der Nacht …
Dienstag, 14. Juli 2009 Hafentag s.o.
Mittwoch, 15. Juni 2009 Ligny - Bar le Duc
… Anleger ist hier, wie häufiger hier am Kanal, auch für WoMos eingerichtet …
hier im großen M finden wir endlich WiFi …
… lauter Kindergeburtstag nebenan … was der Mensch so alles aushält …
Donnerstag, 16. Juli 2009 Bar le Duc - Pargny
25 Schleusen und
2 Hubbrücken,
z.T. noch handbetrieben
Käpitän und Mannschaft am Abend völlig platt …
Freitag, 17. Juli 2009 Hafentag
Abendessen im L`ANCRE D`OR mit 2 pichets rosé … den Kapitän freuts erneut …
Samstag, 18. Juli 2009 Pargny - Vitry - Orconte
Fahrt nach Vitry, in der Vorfreude auf den neuen Hafen mit Waschmaschine und allem Komfort, aber …. Kanal vergammelt … Anleger mit Schlamm versifft … keine Anlegemöglichkeit für uns Segler … ratlos … an einer Peniche kurz festgemacht, neuen Plan geschmiedet: Weiterfahrt in den Kanal de la Marne a la Saone … glücklicherweise drückt uns eine Schleusenwärterin einen Plan mit Anlegeplätzen in die Hand … der Kapitän ist echt erleichtert … der nächste Anleger ist tatsächlich tief genug,
hat Elektrik und ganz nah ein Dorf mit pain …
Sonntag, 19. Juli 2009 Hafentag
P. krank … Knie jetzt ok … Knick steif … Salbe und warme Umschläge tun guuuuut …
Montag, 20. Juli 2009 Orconte - Chamouilly
… Horrortrip: hinter einer Peniche, die maximal Fußgängergeschwindigkeit fahren kann, trotteln wir den ganzen Tag durch den Kanal … begegnen dabei noch 2 weiteren Penichen … es ist echt eng … tolle Fotomotive, aber keine Nerven zum fotografieren … verständlich ? !!!
aber der Kanal hat einen schönen Namen … gell !!!
Dienstag, 21. juli 2009 Chamouilly - Joinville
Eine Strecke mit nur 11 Schleusen, aber 7 Hebebrücken, die auch z. T. noch mit Muskelkraft bewegt werden …
… und eine Tankstellen ganz in der Nähe … einmal durchs Gebüsch und wieder zurück … Kapitän außer Atem …
.. 2 Kanister á 20 Liter …
Mittwoch, 22. Juli 2009 Hafentag
Endlich ein Liegeplatz bei dem netten kleinen Städtchen Joinville … 
mit einem Internetcafé
und anschließend gehts in ein Restaurant, wo mein Kapitän eine echte ANDOUILLETTE de Troyes essen will (zu Ehren von Klaus-Jürgen) …
also: der Kapitän hat heftig gekaut und tapfer geschluckt, doch seine Lieblingsspeise wird das bestimmt nicht werden …
Donnerstag, 23. Juli 2009 Joinville - Froncles
… ein wunderschöner, stiller Liegeplatz mit allem, was der Mensch auf solch einer langen Fahrt so sehr vermisst: WC und Duschen - Waschmaschine und Trockner - Wasser und Elektrik - Epicerie et Boulangerie …
Freitag, 24. Juli 2009 Froncles - Chaumont
… Morgennebel … leider nicht gut zu fotografieren …
Samstag, 25. Juli 2009 Chaumont - Rolampont
15 Schleusen und 1 Hubbrücke … Begegnung mit einigen Penichen, die aber ganz langsam fahren, damit sie uns nicht aus der Fahrrinne drängen … leider gibt es von solchen Momenten keine Fotos: die Crew hält dann immer die Luft an und hofft auf gutes Gelingen … entschädigt werden wir durch die einmalige Landschaft

an der Goldküste 
Sonntag, 26. Juli 2009 Rolampont - Langres
Langres liegt auf einem hohen Berg … den wollte an diesem heißen Sonntag keiner erklimmen
… wir haben den berühmten Stinkekäse im nächsten Laden gekauft …
Montag, 27. Juli 2009 Langres - Piepape
Endlich sind wir an der Wasserscheide zwischen Nordsee und Mittelmeer angelangt
von nun an geht’s bergab – das Mittelmeer wartet
… durch einen Tunnel … 5 km lang …
.. hier die enge Zufahrt …
… Einfahrt …
… Ausfahrt nach 2 Stunden Fahrt … uff …
Am Abend haben wir sehr nette Gespräche mit einem schwedischen Ehepaar, das ebenfalls das eigene Schiff ins Mittelmeer bringt
…
… sie haben gute Tipps für die Weiterfahrt …
Dienstag, 28. Juli 2009 Piepape - Beaumont (Silo)
Auf der Suche nach einem guten Liegeplatz mit ausreichendem Tiefgang müssen wir 9 Stunden fahren, sind 3 Penichen begegnet und haben 23 Schleusen bewältigt … endlich gibt es gegen 18:15 Uhr eine Anlegemöglichkeit an einem alten, stillgelegten Silo …
… wir vertrauen fest darauf, dass man uns nächtens nicht mit Sand oder Körnern belädt …
… ein einsames, stilles Plätzchen … doch gegen 22 Uhr dröhnen plötzlich Motoren, Ventilatoren oder ähnliches so laut, dass wir um unsere Nachtruhe bangen … und tatsächlich … es dröhnt bis morgens um 8 Uhr bis wir ablegen … gefangen zwischen 2 Schleusen (Öffnungszeiten: 7 bis 19 h) können wir diesen ungastlichen Ort erst am Morgen verlassen …
Mittwoch, 29. Juli 2009 Silo - Pontaillier
Die Fahrt auf der Saone fordert uns auf eine besondere Weise: Wie auf dem Rhein fährt man Prallhang und Gleithang jeweils auf der “falschen Seite” - aber der Tiefgang (3 bis 5 m) ist sehr beruhigend.
Freundlich aufgenommen von einer Peniche, gefahren von einem englischen Ehepaar, das sich hier in Frankreich niedergelassen hat, können wir abends ausgehen, gemütlich in einem Lokal unter riesigen Kastanienbäumen dinieren …c’est la vie …
Donnerstag, 30. Juli 2009 Pontaillier - Saint Jean de Losne
Die Weiterfahrt auf der breiten Saone ist recht gemütlich, mit wunderschönem Weitblick auf Dörfer und Städtchen an den Ufern.
… Wasserkühe ???
Hier in Saint Jean finden wir einen Hafen mit einem Tankschiff direkt am Eingang. Wir dürfen mit unserem Schiff gleich am Acceuil-Steg liegen, denn nur hier ist es tief genug für unsere Cumulus.
WiFi direkt im Hafen: Bankgeschäfte, Blog, Mails …. fast wie zu Hause …
Freitag, 31. Juli 2009 Hafentag
Einkaufsmöglichkeiten im kleinen Städtchen … Lebensmittel, Segelerbedarf und natürlich ein VNF-Laden (Voies Navigables de France), in dem wir unsere Vignette für die Weiterfahrt verlängern lassen können …
… ein gemütlicher Hafen … 
… warten auf die Pizza à emporter …
Samstag, 1. August 2009 St. Jean - Verdun sur le Doubs
Ein kleiner Hafen mit einigen Motorbooten, die nur mit dem Heck, ohne Buganker, am Steg festgemacht haben.
… wir binden uns an einem Stahlboot fest und hoffen, dass wir nicht verloren gehen … in dieser Nacht gibt es ein heftiges Gewitter … alle zurren ihre Boote fester … keiner geht verloren … es ist noch einmal gut gegangen … uff
Sonntag, 2. August 2009 Verdun - Gigny
Wir wollten eigentlich nach Macon fahren, doch wegen Regen und Wind haben wir vorzeitig in Gigny, einer stillgelegten Schleuse, festgemacht … ruhige Nacht …
Montag, 3. August 2009 Gigny - Macon
Macon bietet uns neben einem guten Liegesteg alle Einkaufsmöglichkeiten … einen Superladen mit Obst und Gemüse satt …

Morgen werden wir die Saone verlassen … es war recht gemütlich auf ihr zu schippern … ausreichend Tiefgang … weite Ufer … leichte Strömung mit … nur wenige Schleusen … fast wie Urlaub …
Dienstag, 4. August 2009 Macon - Yachtclub du Rhone (St. Germain)
Angenehme Fahrt … außerhalb bei einem einsamen Yachtcub angelegt und übernachtet …
Mittwoch, 5. August 2009 St. Germain - Vienne / St. Colombe
Seit Jahren umfahren wir Lyon, denn es geht meist nur stop-and-go durch die Innenstadt … jetzt mit dem Schiff ist es ganz einfach …
die Einfahrt
..wohnen an der Saone …
ganz feudal
oder bescheiden unter der Brücke 
für uns “Fahrensleute” gibt es überall Anlegemöglichkeiten
man ist willkommen hier, was wir nicht ahnten, deshalb Weiterfahrt durch den Stadtkanal …
und erst hier nach Lyon beginnt die Rhone, die z.T. auch kanalisiert und mit sehr hohen Schleusen (23m) reguliert ist 
Donnerstag, 6. August 2009 St. Colombe - Valence
… Blick auf Vienne … in Colombe haben fast alle Geschäfte wegen Vacances geschlossen ..
Die Rhone fährt sich auch sehr angenehm: Fahrrinne ist durch Tonnen markiert
und mehr als ausreichend Tiefgang …
Begegnung mit einem Hotelschiff, das ältere Herrschaften durch die Flüsse schippert …
… extra für K-J …
…
und hier AKWs für Kinder ????
… Atomkraft, ja bitte ! ???
Besuch am Abend im Hafen von Valence
… er mag lekkkker Weißbrot …
Freitag, 7. August 2009 Valence - Viviers
Mittagessen in einer Holzbude
am Hafen : Salade Nicoise, Grenuilles, Steak frites, Creme brulé , Pichets … für den Abend ist Musik angesagt … gegen 19h füllt sich die Bude ~ 150 Menschen strömen zu ihren reservierten Tischen …
die Bigband = 2 Mann
spielt zu vorbereiteten Playbackaufnahmen tapfer ihr Repertoire, das hört sich recht ordentlich an … alles tanzt begeistert …
..” Jeder Südfranzose hat was … ” … und ist zudem offensichtlich ein flotter Tänzer …
Madison wird jede Stunde erneut in Formation gehopst …
Lebensfreude pur …
Samstag, 8. August 2009 Hafentag
Wäsche, Dusche, Bart- und Haarschnitt für den Kapitän ..
abends ist wieder Musik angesagt … ein anderes Duo mit viel Technik und sehr französischen Klängen …
… alles schwoft zur Musette … einfach köstlich diesem Treiben zuzusehen …
Sonntag, 9. August 2009 Viviers - Avignon
Vorbei an Schlössern und Burgruinen
…
an Mornas und “unserer Brücke” 
… ein Wunderwerk französischer Technikgestaltung
”Deshalb ist EDF reicher als PW, lieber Herr Höbel !”
kommen wir nach 80km nach Avignon

sing: “Sur le pont d´Avignon .. on y danse .. on y danse …”
gleich hinter dieser berühmten Brücke befindet sich unser Anleger an der alten Stadtmauer …
Montag und Dienstag - Hafentag
Die wunderschöne alte Stadt hat uns nicht gehen lassen
Touristen en masse …
Mittwoch, 12. August 2009 Avignon - Port St. Louis
Morgens um 7 Uhr abgelegt … zunächst sehr windig … später sehr heiß …
… Burg von Tarascon (O1b Tartarin … wer hats gelesen ?)
Ansicht von Arles 
Ziel in Sicht
mit der letzten Schleuse …
vor dieser unserer allerletzten Schleuse sitzen wir auf Grund … ein Holländer zieht uns vom Shit … in der Schleuse lösen sich unsere Leinen … Aufregung pur … nach 2 Anlegeversuchen ist alles wieder ok … eine peinliche Vorstellung, die wir uns gerne erspart hätten …
Der Liegeplatz im ersten Hafen von St. Louis “Port de Plaisance” ist super … jetzt freut sich die gesamte Crew …
- angekommen – geschafft – hurra !!!

Rückblick …
- wir sind etwa 1700 km auf Flüssen und Kanälen durch Holland, Belgien und Frankreich geschippert
- nie schneller als 6 bis 10 km/h
- dabei haben wir 337 Schleusen bewältigt, die manuell, hydraulisch, elektrisch oder elektronisch gesteuert werden
- wir hatten 7 Tunnels, davon kurze von 50 bis 500m und 2 ganz lange von ca. 5km (Fahrzeit ~ 2h)
- für all diese Aktionen haben wir 8 Wochen und 2 Tage gebraucht (incl. Umweg und Hafentage)
- wir haben Bootsfahrer aus der ganzen Welt getroffen: Australier, Kanadier, Amerikaner, Engländer, Franzosen,
Deutsche, Schweden, Finnen, Norweger, Dänen, Belgier und natürlich Holländer (ihnen kann man einfach nicht
entkommen -
- Kapitän und Mannschaft etwas abgeschafft
3 Jeans verschlissen, Schwielen an den Händen, Sonnenbrand auf der Nase, aber trotzdem glücklich und ein bisschen stolz.
Dank …
- an unsere tapfere Cumulus, die uns ohne größere Probleme hier in den Süden gebracht hat (Wasserpflanzen blockieren unsere Schraube, Zulauf der Toilette komplett mit Stachelalgen dicht, Kühlschrank wenig Kühlflüssigkeit)
- an Lothar, Theo und Bouke, die unsere Cumulus für diese weite Fahrt technisch vorbereitet haben
- an “Masten en zo … “, die unseren Mast ordentlich festgezurrt haben … ” Es ist nichts abgefallen, lieber Herr de Jong!”
- an die treuen Blogleser, die uns mit mails und sms begleitet haben
- an all unsere Lieben, die schon immer aufpassen, dass uns nix passiert
Törn 2009 Teil a ist nun abgeschlossen … vielleicht gehts weiter mit Teil b … mal sehen …
Es grüßen ganz lieb P+S
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